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Aktuelles
aus dem Museum für Asiatische Kunst
aus der Vergangenheit
14.06.2017 bis auf Weiteres
Museumsinsel
Berlin
Highlights der Bestände des Museums für Asiatische
Kunst und
des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin werden auch
während des Umzugs ins Humboldt Forum für die
Besucherinnen
und Besuchern sichtbar bleiben. Unter dem Motto „Auf dem Weg
zum
Humboldt Forum“ finden bis Frühjahr 2019 zahlreiche
dialogische Sonderausstellungen und -präsentationen der
außereuropäischen Sammlungen am Kulturforum wie auf
der
Museumsinsel Berlin statt.
Im Zentrum dieser Sammlungsdialoge steht die Präsentation
„Neue Nachbarn“, die über 14 Objekte des
Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im
Zusammenspiel mit den Sammlungen der Museumsinsel zeigt. Die als
Interventionen im Alten Museum und im Neuen Museum konzipierten
Präsentationen stellen verschiedenste Epochen, Regionen,
Themen
und Geschichten auf vielfältige Weise gegenüber. Sie
geben
den Besucherinnen und Besuchern einen thematischen Vorgeschmack auf das
einzigartige Zusammenspiel von Museumsinsel und Humboldt Forum als
einem multiperspektivischen Ort der Weltkulturen in Berlins
Mitte.
Quelle: Staatliche Museen zu Berlin
Fotos von der Ausstellung.
Fotos zum vergrößern anklicken.
Vis-a-vis.
Asien trifft Europa
15.Dezember 2017
bis 30. April 2019
Das Museum für Asiatische Kunst hat Anfang Januar 2017 seine
Pforten in Dahlem geschlossen, um die Neuaufstellung im Humboldt Forum
vorzubereiten. Eine erlesene Auswahl seiner herausragenden
Bestände wird nun im Rahmen der Reihe „Auf dem Weg
zum Humboldt Forum“ in der ständigen Ausstellung des
Kunstgewerbemuseums präsentiert.
Kulturforum,
Kunstgewerbemuseum
Hello
World. Revision einer Sammlung
28. April bis 26.August 2018 im Hamburger Bahnhof
Ausstellungsbereich Ankunft, Einschnitt
Die
indische Moderne als gewundener Pfad
Der ehemalige Direktor Herbert Härtel des Museums für
Indische Kunst war ein großer Sammler
zeitgenössischer Kunst
Indiens. Das Museum verfügt über einhundert Werke
indischer
moderne Malerei und Grafik. Die Sammlung stellt einen interessanten
Querschnitt durch die indische Kunstszene der 1960er Jahre dar
–
heute enthält sie viele wichtige Positionen moderner indischer
Malerei von einigen ihrer berühmtesten Vertreter. Die Vielfalt
an
Stilen und Themen ist beleg für die außerordentliche
Kreativität jener Jahre. Es sind zu sehen Jamini Roy, Laxmann,
Pai, Jawaharlal Nehru, Balraj Khannas, Sultan Ali, Satish Gujral, Ram
Kumar und Krishen Khanna. Härtel erwarb die Werke bis in die
1970ziger Jahre für das Museum und erfährt in dieser
Ausstellung in der Nationalgalerie/Hamburger Bahnhof die
gebührende Würdigung.
Im Katalog zur Ausstellung ist ein sehr interessanter Artikel von
Raffael Dedo Gadebusch zur Sammlung Herbert Härtel publiziert.
Fotos von der Ausstellung, zum vergrößern anklicken
Zwischen
China und Europa. Chinoise und
europäisierende Objekte 1669-1907
29. September
2017 bis 7.
Januar
2018
Kulturforum, Kunstbibliothek
Parzinger:
„Provenienzforschung gehört in jedes
Museum“
21. September 2017
Podiumsdiskussion
in den Museen Dahlem.
Das kulturradio
vom rbb überträgt die
Diskussion
Gesichter
Chinas.
Porträtmalerei der Ming- und Qing-Dynastie (1368-1912)
7. Januar 2018
Kulturforum,
Sonderausstellungshallen
Kulturrevolution
und Fotografie. Eine
neue
Perspektive auf 50 Jahre chinesischer Fotogeschichte
18. August - 7.
Januar 2018
Museum für Fotografie
Vorsicht
Kinder!
geschützt, geliebt, gefährdet
7. Juli 2017 - 14.Januar 2018
Humboldt Box
China
& Ägypten. Wege zweier Hochkulturen
6. Juli - 3. Dezember 2017
Museumsinsel Berlin, Neues Museum
Die Ruinen von Kočo:
Spuren
von Holzarchitektur der alten Seidenstraße
07.09.2016 bis 08.01.2017
Museum für Asiatische Kunst

Kloster Beta in der Ruinenstadt
Kočo, Foto: Anfang 20. Jh. © Staatliche Museen zu Berlin,
Museum für Asiatische Kunst
Über 100 Jahre nach der Rückkehr der letzten Berliner
Forscher aus Zentralasien (1914) können unter den Funden von
damals immer noch großartige Entdeckungen gemacht werden.
Bemalte
und teilweise mit buddhistischen Texten beschriftete Holzbalken, die
Albert Grünwedel 1903 mitbrachte und damit vor ihrer
Verwendung
als Feuerholz rettete, konnten jetzt als Teile von einer Decken- und
Türkonstruktion identifiziert werden. Diese Entdeckung
führte
Mitarbeiter unseres Museums nach Xinjiang in die Tempelstadt Kočo
(Chinesisch: Gaochang) in der Nähe von Turfan, im Xinjiang
Autonomes Gebiet, China. Dort suchten sie nach Spuren von
Holzarchitektur und analysierten Berichte und Fotoaufnahmen der drei
Turfan-Expeditionen mit heute noch sichtbaren Strukturen vor Ort.
Dieses von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Projekt
führte zu einem neuen Verständnis von Klosterbauten,
das in
dieser Ausstellung demonstriert wird.
Die Dokumentation der Bildmaterialien von gestern und heute, die
Aussagen der Forscher von 1902-1907 im Vergleich zu Beobachtungen
dieser Tage ermöglichen seltene Einblicke in die Arbeit
moderner
Wissenschaftler. Die Ausstellung ist auch ein Ausblick auf das Humboldt
Forum: die einzigartigen Objekte, die in den drei analysierten Bauten
von Kočo gefunden wurden, werden in dieser Ausstellung und im Humboldt
Forum in ihrem neuen Kontext gezeigt. Malereien, Texte und Skulpturen,
die in buddhistischen und manichäischen Klöstern
zutage
kamen, können heute, ebenso wie Architekturteile und
alltägliche Dinge, auf neue Weise zu uns sprechen.
RAGAMALA
Musikalische Stimmungen und amouröse Momente
25.6.2015 bis 6.1.2016
Museum für Asiatische Kunst

Lalita Ragini
Dekkhan-Stil, Hyderabad, Indien, um 1750, Deckfarben und Gold auf
Karton
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für
Asiatische Kunst / Jürgen Liepe
Jaipur
und Amber in der Fotografie des 19. Jahrhunderts – zwischen
Dokumentation und Pittoresker Tradition
18.2.2015 bis 28.6.2015
Museum für Asiatische Kunst
Die Stadtlandschaft von Jaipur mit ihren seit 1727 schachbrettartig
angelegten Straßen und charakteristischen Prachtbauten in
einzigartig eklektischem Stil, mit meist rosaroten Fassaden faszinierte
Reisende gleichermaßen wie Fotografen. Gänzlich
anders präsentiert sich die Topografie Ambers, der
älteren Residenz der Herrscherfamilie von Jaipur: auf dem
Rücken eines steilen Hügels erbaut, ist sie bis heute
Inbegriff einer wehrhaften und malerisch gelegenen Rajputen-Festung.
Durch die Linse der Fotografen sehen wir - über eine
Zeitspanne von etwa 30 Jahren - ein erstaunlich lebendiges Bild der
beiden Städte im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Die Auswahl von seltenen Vintage-Abzügen aus den
fotografischen Beständen des Museums für Asiatische
Kunst veranschaulicht sowohl den dokumentarischen Anspruch als auch das
Fortbestehen der von den Briten eingeführten pittoresken
Tradition in der Fotografie Indiens. Neben Abzügen von Colin
Murray, die um 1872 im Auftrag des legendären Fotostudios
Bourne & Shepherd entstanden, zeigt die Ausstellung vor allem
Abzüge zweier indischer Studios, und zwar Fotografien des
berühmtesten indischen Fotografen des 19. Jahrhunderts, Raja
Deen Dayal, sowie Abzüge des in Jaipur ansässigen
Studios Gobindram und Oodeyram, darunter zwei Stadtpanoramen.
Kurator: Raffael Dedo Gadebusch

Colin Murray für Bourne
& Shepherd, „The
Maharaja’s College“, Jaipur, um 1872, Albuminabzug
© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische
Kunst
Dahlem
Karkhan
Atelierphase: 23.09. – 08.11.2014
Ausstellung: 09.11. – 05.04.2015
Ein Projekt des Humboldt Lab Dahlem (Probebühnen 4 und 5)

Waseem Ahmed in seinem Studio in
Lahore
© Waseem Ahmed
Eine alte Sammlung, ein junger Maler und ein Raum der Begegnung:
Mit »Dahlem Karkhana« beherbergt das Museum
für Asiatische Kunst für zwei Monate ein
temporäres Miniaturenatelier (Karkhana). Zu Gast ist der
pakistanische Künstler Waseem Ahmed, der in dieser Umgebung
neue Werke erarbeiten wird. Als Absolvent des National College of Arts
in Lahore und als Vertreter der Contemporary Miniature Painting-Schule
beherrscht Ahmed nicht nur die traditionellen Maltechniken auf
meisterhafte Weise, er wird auch von aktuellen Themen und Anliegen
bewegt.
In einem mehrtägigen Workshop gewährt Ahmed Einblick
in künstlerische Techniken der Miniaturmalerei. Eine
Ausstellung im Anschluss an die Atelier-Phase zeigt ab dem 8. November
– in der »Probebühne 5«
– seine Miniaturen im Dialog mit der historischen Sammlung
des Museums. Kuratiert wird das Projekt von Martina Stoye.
27.9., 11.10., 1.11., jeweils 12–17 Uhr, Offenes Atelier
22. bis 31.10. (Sonntag frei), Workshop,
08.11.2014 – 05.04.2015 Ausstellung
„Dahlem Karkhana“ wird im Rahmen der
Probebühnen 4 und 5 des Humboldt Lab Dahlem realisiert, einem
Projekt der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit der
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Landschaften
Indiens -
Miniaturmalereien
der Moghul-Ära
3.4.2014 – 8.2.2015
Museum für Asiatische Kunst
Die in dieser Ausstellung gezeigten Miniaturen veranschaulichen die
Bandbreite an Landschaftsdarstellungen in der indischen Malerei und
sind zugleich ein Querschnitt durch die nord- und zentralindischen
Malschulen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.

Gott
Shiva mit seiner Familie, Nordindien, Kangra-Stil, um 1800,
Deckfarben und Gold auf Karton, 22,7 x 18 cm
© Staatliche
Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst /
Jürgen Liepe
Landschaften
Sri Lankas - 100 Jahre danach. Zeichnungen von Gabriele Heidecker
Bis 8.2.2015
Museum für Asiatische Kunst
In Fortsetzung der Sonderausstellung "Landscapes of Sri Lanka" zeigt
das Museum für Asiatische Kunst Zeichnungen von Gabriele
Heidecker. Die Arbeiten sind als visuelles Tagebuch im Rahmen einer Sri
Lanka-Reise im Winter 1978/79 entstanden - 100 Jahre nach der ersten
Blütezeit der Fotografie in Britisch Ceylon. In der Tradition
Ceylon-Reisender des 19. Jahrhunderts hat Gabriele Heidecker den Blick
auf die erhabene Schönheit der Landschaften Sri Lankas
gerichtet.
Der Blick für Details und Strukturen, aber auch für
die Weite der von Gebirge und Ozean geprägten Landschaft
offenbart sich in den weitgehend monochromen Bleistift-Zeichnungen.
Thematisiert werden zudem die Dramatik des Tropenhimmels und die Kraft
des aufgewühlten Ozeans. Neben sensiblen Porträts von
Einheimischen und Reisenden sind auch Pflanzen porträthaft
wiedergeben.

Gabriele Heidecker: Pidurutalagala, 1979
© Gabriele Heidecker
Die
Acht Aspekte des Kostbaren Lehrers –
Padmasambhava
in Kunst und Ritual im Himalaya
28.11.2013 bis 29.06.2014
Padmasambhava - ehrenvoll auch Guru Rinpoche, "Kostbarer Lehrer"
genannt - gilt als der wichtigste tantrisch-buddhistische Meister der
Himalayaregion. Ihm wird zugeschrieben, im 8. Jahrhundert den
Buddhismus in diesem weitläufigen Gebiet etabliert zu haben.
Dies soll ihm durch die Bezwingung von Dämonen und lokalen
Gottheiten sowie durch einen Ritualtanz gelungen sein, der als Prototyp
heutiger Maskentänze gilt. Einige Dämonen
transformierte er sogar zu Beschützern der Religion, die bis
heute Hauptfiguren in tibetischen Ritualtänzen (Cham) sind.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Padmasambhavas acht
Erscheinungsformen (Guru Tsengye). Sie sind in Thangkas, Masken,
Ritualgegenständen, an Pilgerorten und in rituellen
Tänzen verkörpert. Um sowohl die alte und historische
als auch die zeitgenössische und lebendige Tradition von
Padmasambhava aufzuzeigen, wird mittelalterliche Geschichte des
Himalaya mit Kunstobjekten aus späterer Zeit und mit
Filmaufnahmen und Masken von heute in Dialog gesetzt. Dabei steht das
neu restaurierte Thangka-Set (neun Malereien) des Museums für
Asiatische Kunst im Fokus der Ausstellung. Zum ersten Mal wird das
Thema Guru Rinpoche und seine acht Erscheinungsformen gemeinsam von
Kunsthistorikern und Ethnologen präsentiert. Kunsthistoriker
analysieren die Darstellung von Guru Rinpoche und seinen acht Aspekten
und die historischen Ursprünge. So wurden die Berliner
Thangkas nicht nur einer systematischen Analyse unterzogen, sondern
auch als materielle Kulturträger zwischen Ritualobjekt und
Verkörperung von Geschichte in ihrem spezifischen kulturellen
Kontext untersucht. Ethnologen beleuchten den Ritualkontext und wie die
Tradition der Verehrung Padmasambhavas bis heute das Alltagsleben der
Menschen in Bhutan und Ladakh beeinflusst.
Neben dem neunteiligen Thangka-Set und weiteren Objekten aus der
Sammlung des Museums für Asiatische Kunst und des
Ethnologischen Museums werden neue, von einem tibetischen Maskenbauer
hergestellte Cham-Masken präsentiert. Jeder Schritt im
Herstellungsprozess dieser Masken wurde in Ladakh fotografiert und
dokumentiert. Die Reihe von neun Masken stellt die acht Aspekte von
Guru Rinpoche in den Cham-Tänzen dar, die insbesondere
während der alljährlich stattfindenden Tshechu-Feste
zu Ehren Padmasambhavas in Klöstern der Nyingmapa- und
Drugpa-Kagyü-Schulen im tantrisch-buddhistischen Himalayaraum
sowie in Tibet und im tibetischen Exil aufgeführt werden. Doch
Guru Rinpoche hat auch an bestimmten Orten und in Felsen, die
später zu seinen Pilgerstätten wurden, seine Spuren
hinterlassen. Der für die Ausstellung in Auftragsarbeit
aufgenommene Film "Gomphu Kora Tshechu - ein Pilgerfest zu Ehren Guru
Rinpoches in Ostbhutan" zeigt einerseits den Pilgerort Gomphu Kora, an
dem Padmasambhava wichtige Dämonen besiegte, und andererseits
die Maskentänze des Guru Tsengye, die ihm zu Ehren hier
während des Tshechu aufgeführt werden. Der 30
minütige-Film ist im Medienraum der Ausstellung fortlaufend zu
sehen.
Auch Ritualgegenstände wie Diamantzepter und Ritualdolche, die
zu den wichtigsten Attributen und "Werkzeugen" Padmasambhavas
gehören, werden ausgestellt und zu Fotografien der
Masken und Tänze sowie Landschaftsaufnahmen von heiligen
Orten, in denen Guru Rinpoche verkörpert ist, in Bezug
gesetzt. So werden die Ausstellungsobjekte in lebendige
Zusammenhänge zwischen erzählter Legende und
historischen Ereignissen einerseits und eine in ihre Landschaft und ihr
Ritual eingebettete Kultur anderseits gebracht. Wissenschaftliche
Fachvorträge, Führungen, Meditationsanleitungen
für Erwachsene sowie Tanzworkshops für Kinder und
Jugendliche werden im Begleitprogramm angeboten.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erscheinen:
Hans-Werner Klohe und Lilla Russell-Smith (Hg.): Die Acht Aspekte des
Kostbaren Lehrers - Padmasambhava in Kunst und Ritual im Himalaya,
Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin,
Berlin 2013, ISBN 978-3-88609-747-0.
Landscapes
of Sri Lanka – Frühe Fotografie in Ceylon
27.09.2013 - 05.01.2014 (verlängert bis 02.03.2014)
Ceylon, das heutige Sri Lanka, gehörte seit Mitte des 19.
Jahrhunderts zu den Sehn¬suchtsorten vieler Weltreisender. Seit
den 1860er Jahren haben sich auf der Insel Foto-Studios etabliert, die
künstlerisch ambitionierte Fotografien für eine
illustre Kundschaft produzierten. Zu den bekanntesten Fotografen
gehörten William Louis Henry Skeen, Charles Thomas Scowen
sowie der gebürtige Hambur¬ger Alfred William Amandus
Plate, dessen Studio sich gegen Ende des 19. Jahr¬hunderts zu
einem kommerziellen Großbetrieb entwickelte, um den Durst
nach Postkartenmotiven zu stillen. Die von diesen Fotografen
produzierten Bilder haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich der
Mythos einer arka¬disch anmutenden Tropeninsel bis in die
entfernten Winkel der Welt verbreitete.
Aus Anlass des 60jährigen Jubiläums diplomatischer
Beziehungen zwischen Sri Lanka und Deutschland zeigt das Museum
für Asiatische Kunst eine exquisite Auswahl seltener
Land¬schaftsfotografien aus Ceylon. Die in der
Ausstel¬lung präsentierten Vintage-Abzüge
zeigen neben arkadischen Landschaften, wild¬romantischen
Wasserfällen und exotischen Strän¬den aber
auch das Vordringen der Zivilisation in die ursprüngliche
Natur, sei es durch extensive Plantagenwirtschaft oder durch
Besiedlung, wodurch sich bereits im 19. Jahr¬hundert das
Gesicht der „Trauminsel“ stark verändert
hatte.
Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger, reich bebilderter Katalog
erscheinen (englisch/deutsch):
Raffael Dedo Gadebusch (Hg.): Landscapes of Sri Lanka - Early
Photography in Ceylon / Frühe Fotografie in Ceylon, Museum
für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin
2013, ISBN 978-3-88609-745-6.
Das
Koloniale Auge – Frühe Porträtfotografie in
Indien
20.07.2012 - 21.10.2012

Museum für Fotografie, Charlottenburg, Jebensstraße 2
Albert Thomas Watson Penn
Eine Ausstellung des Museums für Asiatische Kunst, des
Ethnologischen Museums und der Kunstbibliothek.
Erstmals wird einer der an Umfang und Qualität weltweit
bedeutendsten Bestände historischer Porträtfotografie
Indiens in einer Ausstellung präsentiert. Die Sammlung galt
ursprünglich als Kriegsverlust und gelangte in Teilen erst in
den 1990er Jahren wieder zurück nach Berlin zu den Staatlichen
Museen.
Nun bieten rund 300 Fotografien einen umfassenden Überblick
zur Porträtfotografie des indischen Subkontinents aus der
zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben Bildern namhafter
Fotografen und Studios wie Samuel Bourne, Shepherd & Robertson,
A.T.W. Penn und John Burke sind auch Arbeiten weniger bekannter Autoren
zu sehen. Die in jener Zeit populäre und ungeahnt
facettenreiche ethnografische Fotografie wird kontrastiert mit
genrehaften Straßenaufnahmen von Handwerkern und mit
Adelsporträts islamischer Fürsten und Prinzessinnen,
Maharajas und Clan-Chefs, die sich im eigenen Palast oder im Studio
kunstvoll in Szene setzen ließen.
Ein verbindender Aspekt der meisten frühen Porträts
ist der spezifisch europäische Blick - „Das
Koloniale Auge". Im Dienste von Wissenschaft und Kolonialismus sollte
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Land und seine
Bewohner durch Beobachten und Inventarisieren, Zergliedern und
Vermessen durchdrungen werden. Wie ein roter Faden zieht sich dieses
Thema deshalb durch die unterschiedlichen Bereiche der Ausstellung. Die
Faszination für Indien galt fremd erscheinenden Ureinwohnern
und dem Kastensystem ebenso wie dem Prunk des indischen Adels und dem
enthaltsamen Leben der Asketen.
Kuratoren der Ausstellung: Raffael Dedo Gadebusch. Ludger Derenthal,
Katrin Specht
Museum für Fotografie,
Jebensstraße 2
10623 Berlin Charlottenburg
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